Dauergrünland: Nichtlandwirtschaftliche Nutzung nur noch mit Genehmigung

Neuerdings müssen sich greeningpflichtige Betriebe Umwandlungen von Dauergrünland auch bei einer Überführung der Fläche in nichtlandwirtschaftliche Nutzungen vorab durch die zuständige Kreisstelle der Landwirtschaftskammer genehmigen lassen. Grund hierfür ist eine Änderung des Direktzahlungen-Durchführungsgesetzes, das am 28. Oktober in Kraft getreten ist. Als Umwandlung von Dauergrünland in eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung gelten zum Beispiel. der Bau eines Gebäudes, das Anlegen eines Fahrsilos oder eine Aufforstung. Die Anlage einer Ersatzfläche ist in diesen Fällen nicht erforderlich.

Umwandlungen in nichtlandwirtschaftliche Nutzungen, die seit Januar 2015 bis Ende Oktober 2016 vorgenommen wurden, müssen nachträglich schriftlich bei der Kreisstelle angezeigt werden.

Neu ist außerdem, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Umwandlung von sensiblem Dauergrünland in FFH-Gebieten in eine nichtlandwirtschaftliche Nutzung genehmigt werden kann. Genehmigungen sind möglich, wenn die Realisierung des geplanten Vorhabens mit den naturschutzrechtlichen Erhaltungszielen für das betreffende FFH-Gebiet vereinbar ist.

Nähere Informationen gibt es bei den Kreisstellen der Landwirtschaftskammer. Aktuelle Formulare finden Sie hier:

Autor: Britta Stümper