Futternutzung auf Greening-Brachen und Feldrändern erlaubt

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Aufgrund der Trockenheit hat das Ministerium für Landwirtschaft NRW entschieden, dass ab 1. Juli in bestimmten Gebieten des Landes NRW aufgrund der Trockenheit und der damit verbundenen Futterknappheit, eine Futternutzung der als ökologische Vorrangfläche beantragten Brachen und Feldrandstreifen zulässig ist. Diese nun zugelassene Futternutzung umfasst jedoch nicht den als ökologische Vorrangflächen beantragten Zwischenfruchtanbau. Eine Nutzung dieser Zwischenfrüchte für die Futtergewinning ist gemäß den einschlägigen EU-Regelungen nicht vorgesehen und somit, auch in Ausnahmesituationen, nicht zulässig.

Die Futternutzung kann durch Beweidung oder Mahd erfolgen. Die Nutzung des Aufwuchses von Greeningflächen ist nur für den innerbetrieblichen Eigenbedarf zugelassen. Soweit dies auf ökologischen Vorrangflächen erfolgen soll, auf denen eine Agrarumweltmaßnahme durchgeführt wird, sind die mit der Agrarumweltmaßnahme verbundenen Förderauflagen einzuhalten.

Für die Kreise Borken, Coesfeld, Heinsberg, Mettmann, Minden-Lübbecke, Steinfurt, Viersen, Wesel, Märkischer Kreis und die kreisfreien Städte Bielefeld, Bottrop, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Leverkusen, Mülheim/Ruhr, Münster und Oberhausen können somit ab 1. Juli antragslos brachliegenden Flächen und Feldränder, die als ökologische Vorrangflächen beantragt wurden, zur Beweidung und zur Futtergewinnung genutzt werden.

Sofern Flächen in weiteren Landkreisen und kreisfreien Städten von der Trockenheit betroffen sind, kann einzelbetrieblich eine begründete und nachvollziehbare Ausnahmegenehmigung zur Futternutzung formlos beantragt werden. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt durch die Kreisstelle der Landwirtschaftskammer. In diesen Fällen kann mit der Futternutzung erst begonnen werden, wenn die schriftliche Genehmigung vorliegt.

Sollten Brachflächen, die nicht als ökologische Vorrangfläche beantragt wurden zur Futtergewinnung genutzt werden, muss der Antragsteller der Kreisstelle die Nutzungsänderung mitzuteilen.