Schulprogramm

Fachschule Köln-Auweiler bei einer FeldbesichtigungBild vergrößern
Feldbesichtigung

Pädagogisches Leitbild

Die Lehrer/innen sowie Berater/innen an unserer Schule sind kompetente Partner der Studenten/innen. Wir sind Mittler dafür, dass die berufliche Handlungskompetenz zukunftsorientiert in den Unternehmen und den späteren Aufgabenbereichen außerhalb landwirtschaftlicher Betriebe umgesetzt werden kann. Das Lehrerkollegium bringt den Studenten/innen Offenheit, persönliche Anerkennung, Vertrauen und Toleranz entgegen. Als Teamleiter setzen wir uns das Ziel, gerecht, konsequent, selbstkritisch, flexibel und verantwortungsbewusst zu sein.

Wir sehen die Existenz der Unternehmen in Zukunft durch folgende Entwicklungen als gesichert an:

  1. Expansion und Spezialisierung in ausgewählten Produktionsschwerpunkten z.B. Marktfruchtbau, Gemüsebau, ökologischer Landbau und Milchviehhaltung
  2. Entwicklung mehrgleisiger Betriebsstrukturen durch Kombination von Produktionsschwerpunkten mit Nutzung sogenannter Marktnischen z.B. im Gemüseanbau, Fremdenverkehr, in der Pferdehaltung, Energiewirtschaft, Direktvermarktung und in Lohnunternehmen
  3. Schaffung neuer und untraditioneller Unternehmensformen z.B. Kombination mehrerer Einkommen auch außerhalb der Landwirtschaft

Ausführung

Wir wollen die Fach-, Human- und Methodenkompetenzen der Studenten/innen so weiterentwickeln und fördern, dass sie

  • verantwortungs- und selbstbewusste Unternehmer/innen,
  • gesellschaftlich anerkannte, weltoffene und kompetente Gesprächspartner/innen,
  • innovativ und zukunftsorientiert agierende Landwirte/Landwirtinnen,
  • umweltverträglich und ökonomisch wirtschaftende Betriebsleiter/innen und
  • Führungskräfte in definierten Fachbereichen landwirtschaftlicher Unternehmen und der vor- und nachgelagerten Gewerbebetriebe

werden können.

Medien und PC's mit Internetanschluss sind für alle Studenten/ Studentinnen zugänglich. EDV Grundkenntnisse werden vorausgesetzt, können jedoch auch in einem Einführungskurs erworben werden. In der EDV-Anwendung erstellt jeder Student/Studentin den Buchführungsabschluss für den eigenen Betrieb. Darauf aufbauend wird eine Betriebsanalyse sowie eine Vollkostenrechnung erstellt. Die Produktion wird anhand selbst erstellter Betriebszweigauswertungen analysiert und verbessert.

In "lebenskundlichen" Seminaren werden Persönlichkeitsbildung mit der Weiterentwicklung von Sozial- und Personalkompetenz angeboten. Themen waren z.B. Generationenkonflikt, Konfliktlösungsstrategien und Partnerwahl.

Im Laufe der zweijährigen Ausbildung erstellen die Studenten/innen eine Betriebsmappe, die ihnen einen Überblick über ihre betriebliche Situation und darauf aufbauende Planung ermöglicht. Die Auswertung fassen sie in einer am Ende ihrer Ausbildung zu erstellenden Hausarbeit zusammen.

Die didaktische Konzeption ist so ausgelegt, dass wir uns am betrieblichen Handeln orientieren. Der traditionelle Unterrichtsverlauf wird hierbei im Laufe der zweijährigen Ausbildung zunehmend durch eigenständiges und eigenverantwortliches Lernen abgelöst.
Die Arbeit in Projekten, Selbstlernphasen und das Erstellen einer Hausarbeit spiegeln dieses wieder. Durch handlungsorientiertes Unterrichten, wird das fundierte Fachwissen praxisbezogen und auf zukünftige Situationen übertragbar vermittelt. Wir fördern hierbei gleichzeitig den Erwerb von Human- und Methodenkompetenz. Einige der in der Vergangenheit erstellten Projekte wurden bereits mit VLF-Förderpreisen ausgezeichnet wie zum Beispiel:

  • Einkommenssicherung des Betriebes L. durch Umbau einer vorhandenen Scheune in eine Erlebnisdiscothek
  • Gründung der Höla Mc Chicken GbR
  • Einkommenssicherung durch Urlaub auf dem Bauernhof am Beispiel des Betriebes S.

Ein Entwicklungsschwerpunkt unserer Schule liegt im Aufbau von Betriebspartnerschaften. Diese Betriebe sollen den Studenten/innen die Möglichkeit bieten auf realer Datengrundlage Verbesserungs- und Planungsvarianten zu erarbeiten.

Evaluation

  1. Durch die intensive Mitbestimmung der Lernenden und Reflexion im Unterricht wird die selbstverantwortliche Integration der Studenten/Studentinnen gefördert und eine zeitnahe Evaluation geschaffen.
  2. Zur Evaluierung wird angestrebt, nach abgeschlossenem Bildungsgang weitergehende Betriebsleiterseminare anzubieten. Hier eingebrachte Rückmeldungen werden als gezielte Anregung für die Schulpraxis aufgenommen.