Kurzfassung des Schulprogramms

„Das Berufskolleg vermittelt den Studierenden eine umfassende berufliche, gesellschaftliche und personale Handlungskompetenz und bereitet sie auf ein lebensbegleitendes Lernen vor. Es qualifiziert die Studierenden, an zunehmend international geprägten Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft teilzunehmen und diese aktiv mitzugestalten.“

(APO-BK, Erster Teil, 1. Abschnitt, §1)

Unsere Grundsätze und Überzeugungen

  • Wir orientieren unsere Ausbildungsinhalte an den zu erwartenden Handlungsfeldern künftiger Leiter landwirtschaftlicher Unternehmen bzw. vergleichbarer Tätigkeiten in der praktischen Landwirtschaft oder in verwandten Dienstleistungsbereichen sowie an dem Entwicklungspotential unserer Studierenden.
  • Unsere Aktivitäten richten sich auf folgende Tätigkeitsbereiche landwirtschaftlicher Betriebsleiter und Unternehmer:
    • Ausführende Tätigkeiten,
    • Organisierende, führende und überwachende Tätigkeiten und
    • Innovative, kreative Tätigkeiten im Sinne unternehmerischen Handelns.
  • Wir verstehen uns als Betriebsleiterschule mit viel Unternehmungs- und Unternehmergeist. Wir sind keine Eliteschule.
  • Unsere Ausbildungsinhalte sind praxis- und zukunftsorientiert, wir vermitteln keine Patentrezepte.
  • Praxisorientierung ist für uns die Plattform für die Vermittlung von Einsichten grundsätzlicher und nachhaltiger Zusammenhänge.
  • Angesichts der sinkenden Halbwertszeit der Wissensbestände gestalten wir Unterricht so, dass beim Wissenserwerb fachliche, methodische und soziale Kompetenzen erworben werden können; ein fundiertes Wissen bleibt allerdings unverzichtbar, wenn der Unterricht nicht im Unverbindlichen stecken bleiben soll. Der Erwerb von Wissen und Handlungskompetenzen ist nicht trennbar.
  • Wir betrachten den landwirtschaftlichen Betrieb als Ganzes, Teilaspekte werden daher stets in Bezug zum Ganzen gestellt.
  • Wir sind der Überzeugung, dass fachliche Spezialisierung in abgestimmter Teamarbeit den heutigen und künftigen Anforderungen der Berufspraxis gerecht wird.
  • Wir bieten motivierende und fachlich anspruchsvolle Unterrichtsinhalte an.
  • Wir erwarten von unseren im Regelfall über 20 Jahre alten Studierenden grundsätzlich Eigeninitiative, forderndes Wollen und eigenverantwortliches Handeln.
  • Wir gehen davon aus, dass Studierende und Eltern dem Fachschulbesuch im laufenden Schuljahr oberste Priorität einräumen.
  • Wir fordern vom Schulträger Kontinuität und Verlässlichkeit, um ein anspruchsgerechtes Unterrichtsangebot abstimmen und systematisch fortentwickeln zu können.
  • Wir empfinden es als Herausforderung zur ständigen Überprüfung und Verbesserung der Unterrichtsqualität, dass unser Schulstandort nur dann gesichert ist, wenn mind. 22 Studierende je Jahrgang den Weg zu uns gesucht und gefunden haben.

Wir sehen unsere Stärken in

  • einem fachlich anspruchsvollen Niveau der Unterrichtsthemen hinsichtlich Breite und Tiefe.
  • einem den Erwartungen der Studierenden entsprechenden differenzierten Lernangebot (einige Studierende kommen nur deswegen nach Herford)
  • der konsequenten Nutzung des Laptops als zentrales Arbeitsmittel in Unterricht und Praxis.
  • dem einmaligen Angebot an EDV-Technik: Internetzugang für jeden einzelnen Studierenden, wachsender Fundus an Unterrichtsmaterialien auf dem schuleigenen Server, reichhaltigen Angebot von EDV-Programmen mit allen Möglichkeiten, die ein zielgerichteter Einsatz für den Unterricht bietet.
  • der vertrauensvollen Betreuung jedes einzelnen Schülers bei der Analyse, Beurteilung und Planung seines landwirtschaftlichen Betriebs mit Hilfe eines EDV-gestützten, ständig weiterentwickelten individuellen Arbeitsheftes zur Unternehmensführung.
  • der Bearbeitung von Unterrichtsinhalten auf der Grundlage von aktuellen Buchführungs- und sonstigen Unterlagen eines Schülerbetriebs des laufenden Jahrganges.
  • einem reichhaltigen Angebot ständig aktualisierter Unterrichtsunterlagen.
  • einem facettenreichen Exkursionsangebot, das nicht in Betriebstourismus sondern in fundierter Betriebsanalyse besteht.
  • einer durch den Schulstandort und das Einzugsgebiet der Schule bedingten Schülerzusammensetzung aus breit gestreuten unterschiedlichen Herkünften, mit der Folge eines anregenden formellen und informellen Gedankenaustausches.
  • dem Standort Herford selbst mit seiner günstigen Verkehrsanbindung und seiner traditionellen Verankerung und seinem hohen Bekanntheitsgrad über die Region hinaus.
  • einem engagierten Lehrerkollegium.

Wir werden uns verbessern in

  • einer noch stärkeren Einbindung der produktionstechnischen Inhalte in das Arbeitsheft für Betriebsanalyse und – planung.
  • einer noch stärkeren Integration der sich durch die EDV-Technik bietenden Möglichkeiten im Unterricht.
  • der gemeinsamen Gestaltung des inneren und äußeren schulorganisatorischen Rahmens.
  • der Intensivierung eines schulübergreifenden Informations- und Meinungsaustauschs.
  • der Fortentwicklung evaluatorischer Techniken.
  • der Weiterentwicklung des lernfeldorientierten Unterrichts